Norbertzentrum

Katholisches Gemeindezentrum St. Norbert Löttringhausen

Seit 1973 erhebt sich auf dem Hügel, auf dem einst Segelflugzeuge starteten, das katholische Gemeindezentrum Sankt Norbert. Jahrhunderte bestand Löttringhausen nur aus Bauernhöfen und Kotten. Erst mit dem Bergbau begann eine bescheidene Ansiedlung.
In den 1960er Jahren setzte eine gewaltige Siedlungswelle ein. Die Chronik der Patrokli-Gemeinde berichtet: "An der Langelohschule ist ein Wohnbauprojekt mit ca. 700 Wohnungen in Planung und soll 1965 bereits bezogen werden. Die Zahl der Gemeindemitglieder nimmt laufend zu." Die evangelischen Christen hatten vor Ort bereits ihre Christuskirche. Die katholischen Christen mussten dagegen einen weiten Weg zu ihrer zuständigen Kirche in Kirchhörde bewältigen. Die rapide Besiedlung der Löttringhauser Äcker führte dazu, dass sich ein Kreis gründete, der sich für einen eigenen Gemeindemittelpunkt vor Ort einsetzte. Das war der Norbertkreis. Zunächst aber gab es einen ökumenischen Ansatz. Ab 1968 konnten die Katholischen samstags als Gast in der evangelischen Christuskirche eine Vorabendmesse feiern. Vorabendmessen waren damals noch eine Seltenheit. Der Norbertkreis sammelte eifrig Spenden und konnte schließlich Pastor Alfons Dobberstein und den Kirchenvorstand von St. Patrokli davon überzeugen, dass ein religiöser Mittelpunkt in Löttringhausen dringend erforderlich sei.
Das Siedlungsgebiet breitete sich in den Folgejahren noch weiter aus. Am 18. April 1972 konnte endlich der erste Spatenstich für das neue Zentrum der Löttringhauser Katholiken getan werden. Der eigenwillige Bau wurde durch den Architekten Theo Schwill entworfen. Den Grundstein, ein Eckstein aus dem Xantener Dom, hatte ein Gemeindemitglied von der dortigen Dombauhütte erbeten und ihn selbst nach Löttringhausen gebracht. Anlass zu der Aktion war die Namenswahl für das neue Zentrum, das nach dem heiligen Norbert benannt
wurde, der als Bischof am Xantener St. Viktor-Dom gewirkt hatte. Die  Einweihung des Gemeindezentrums St. Norbert wurde am 19. September 1973 festlich begangen. Das Haus konnte die Besucher nicht fassen.